Skifahren mit 5 Freunden

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Nachruf an den Skiurlaub

Fünf Tage lang hatt’ ich ein paar Gäste,
von denen schreib ich nun das Beste.
Sie kamen alle vom Deutschen Lande,
wir waren zusammen eine super Bande.

Geplant war’s schon seit langem,
dir Organisation war dann ein Bangen.
Viele wollten nicht mehr kommen,
Mann, war ich am Anfang benommen.

Zusammen kamen doch fünf Leut’,
ich hab mich über den Besuch gefreut.
Hier nun habe ich geschrieben,
wie die Zeit wir haben gemeinsam vertrieben.

Als sie angekommen in St. Ulrich,
war ihnen von Anfang an ganz mulmich,
denn sie fanden nicht das Haus,
wo der Gastgeber harrte aus.

Ein grünes Auto fuhr vorbei,
erst eins, dann zwei, dann drei,
als ich sie aufhielt auf der Straße,
rümpfte sie sogleich die Nase.

Was denn der da macht,
habe sie sich gleich gedacht.
„Umdrehen und mir hinterher“,
kam es von mir ganz scharf daher.

Über einen steilen Wege ging’s dann ab,
und Marte hinterher, ganz knapp.
Waren sie dann angekommen,
hieß ich sie sogleich  willkommen.

Nach den ersten Begrüßungszeremonien,
fing ich an sie zu schikanieren,
stellte ihnen doch 1000 Fragen,
zu denen sie Nichts konnten sagen.

Noch dazu war’s Wetter schlecht,
das war mir dann gar nicht recht.
Grödens Wahrzeichen war nicht vorhanden,
weil vom Nebel dicht behangen.

Zu tun waren dann noch Rennereien,
doch wir konnten alles reihen.
Zu Fuß ging’s dann zum Gästehaus,
es war ’ne Almhütte stellte sich heraus.

Magda und Kolja schon heroben,
fühlten sich schon fast betrogen.
Hatte man sie denn vergessen,
denn auch sie wollten was zu Abend essen.

Dann schön langsam weichte jeder auf,
und beschwörte sein eigenes Ich herauf.
So die Harzer sich gefunden,
ihre „Berge“ sie mussten kunden.

Am Morgen das Wetter nicht sehr fein,
ließen sich doch aufs Skifahren ein,
so sie wetzten über die Pisten,
es gab keine Zeit in einer Bar zu nisten.

Auch Andrea fuhr den Hange ab,
entkam so manchem Wiesenstück ganz knapp.
Doch sie meisterte es ganz gut,
es gab kein Geschrei und keine Wut.

Die Anderen holten ihre 7 Sachen,
doch das lies sicht nicht so einfach machen,
fast zu Fuß mussten sie dann laufen,
denn die Zeit war abgelaufen.

Am Abend waren alle guter Dingen,
gab es doch die Schepperlinge.
Alle kochten gerne mit,
und das Abendessen war ein Hit.

Weil die Stimmung war so nett,
und keiner wollt’ ins Bett,
Killer-Jenga wurde gespielt,
zum Becherovka-Trinken ganz gezielt.

Ganz andre Fragen kamen dann noch auf,
beschwörten wir neue Artikel herauf.
Denn DER Polster und DIE Rodel,
führten die Gemüter zum Gebrodel.

Das Erwachen war eine Wonne,
auch wenn noch immer keine Sonne,
mit Pfannkuchen konnten wir uns tanken,
dem Phillip wir da müssen danken.

Beim Skifahren waren alle mit dabei,
zu Mittag zauberte Merle Brote schnell herbei,
die Zeit ging schnell hinüber,
ich selbst schlief einige Stunden drüber.

Diese Spinner duschten dann noch kalt,
vor 4 Grad warmen Wasser machten sie nicht halt,
doch mich trifft da keine Schuld,
die Herrschaften doch hatten nicht Geduld.

Beim Abendessen war alles wieder fein,
gab’s zum Bierrisotto doch viel Wein.
Meine Freude ich nicht konnt’ verbergen,
fiel doch endlich Schnee in Bergen.

Eineiige Zwillinge wurden uns sehr wichtig,
kennt man die denn auseinander richtig?
Nach dem kosmischen Determinismus,
war dann irgendwann dann Schluss.

Weil da waren so viele weibliche Köpfe,
hab ich gekriegt sogar neue Zöpfe.
Und als sie vielen ins Bett ganz träge,
schaufelte ich den Schnee aus dem Wege.

Am Morgen hörte man Anke kunden,
dass beschneite Bäume vor der Sonne stünden.
Oh wie leuchtete das helle Weiß,
uns wurde ums Herz ganz heiß.

Unsere Profis fuhren zur Sella Runde,
war sie doch in aller Munde.
Andrea und ich wollten auch nicht mogeln
und gingen Nachmittag zum Rodeln.

Dieser Abend brachte dann die Wende,
alle klatschten in die Hände,
als die Pizza auf dem Tisch,
vom eigenen Ofen, ganz warm und frisch.

Die Gläser waren immer voller
und die Stimmung immer toller.
In der Zwischenzeit gab’s ’nen Zauber,
alle 7 waren nach dem Duschen sauber.

Aussagen gab’s dann ganz schön viele,
dazu so manche Seitenhiebe.
Wollte ich doch Hausmann werden,
war das etwa mein Verderben?

Und Wuff dürfmer nicht vergessen,
so manch einer sagt er sei verfressen.
Auch er mischte richtig mit,
und ist Mitgründer des Synchron-Essen-Hit.

Am nächsten Morgen alle munter,
die steile Pela ging’s hinunter.
Zu Mittag zu Hause angekommen,
war das Essen wohlbekommen.

Das Rodeln endete etwas schlimmer,
denk ich da an Martes Gewimmer,
über die Piste ging’s hinaus,
für eine Rodel war’s gar aus.

Es folgte eine Schneeballschlacht,
ja Mädels nehmt euch in Acht!
Tee gab’s dann wieder tonnenweise,
wie viel habt ihr getrunken auf dieser Reise?

Am Abend wurde laut die Frage,
wer möchte als Erste die Massage?
Ja hab ich euch verwöhnt,
ich hoff ihr habt euch nicht gewöhnt.

Auch die Marmolada ihr dann erklommen,
ich schon dachte ihr würdet nicht mehr kommen.
Wir doch wollten aus zum Essen,
ein Abend, gar nie zu vergessen.

Die dünne Luft war nicht allen bekommen,
und doch sind wir oben angekommen.
Waren Werner’s Eleven dann zusammen,
gab’s ne Stimmung gleich wie Flammen.

Waren wir nach dem Rodeln wieder unten,
war die Stimmung dann gesunken.
Der Abschied war ganz nah,
alle saßen wir ganz traurig da.

Habt ihr dann noch was gereimt,
durcheinander doch vereint.
Am liebsten hätten wir geweint,
das Zusammenbleiben bleibt uns verneint.

Am nächsten Morgen ging’s ins Tal,
alle Fünfe an der Zahl.
Auf einmal ward ihr dann weg,
das war für mich ein Schreck.

Ganz allein blieb ich zurück,
ihr mir genommen vom Herz ein Stück.
Doch nichts soll uns in Zukunft trennen,
weil wir uns doch jetzt gut kennen.

Gegen die Einsamkeit werd ich mich wehren,
an den schönen Erinnerungen ich werd zehren.
Bald schon gibt’s ein Wiedersehen,
denn ich werd nach Deutschland gehen.

Euer Daniel lässt euch nun,
wieder eure Sachen tun.
Denkt noch oft an die schöne Zeit,
welche das Leben hatte für uns bereit.


Daniel
St. Ulrich, Bologna, 5. März 2007

 

 

Interpretier das Gedicht solang du willst,
deinen Wissensdurst dir stillst.
Doch nur wer mit war kann verstehen,
was ich zwischen den Zeilen hier ließ stehen.

 

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